seit fast einer Woche bin ich aus Japan in den USA zurück, verrückt wie die Zeit vergeht. Trozt 10 Stunden Zeitverschiebung war ich gar nicht so müde, und die 14 Stunden im Flugzeug waren nicht so schmerzhaft wie gefürchtet.
Kyoto ist eine sehr turistische Stadt, wo man gut feststellen kann, dass die Japaner nicht nur im Ausland viele Bilder machen! Wir haben relativ wenige nicht-asiatisch-aussehenden Turisten getroffen. Kyoto ist eine 2-Millionen-Eiwohner Stadt mit niedrigen Gebäuden (wegen Erdbeben) und vielen vielen
Am Dienstag abend, nachdem wir 5 Tempel nacheinander besichtigt haben, sind wir zum Viertel Gion gelaufen, der Viertel von den Geishas. Habt ihr den Film "Die Geisha" gesehen? Ich nicht, aber ich habe das Buch vor kurzem gelesen, und ich empfehle es euch nicht, wenn ihr auch andere Sachen wie schlafen und arbeiten vorhabt. Es ist sehr schwierig, das Buch zu legen, wenn man damit angefangen hat. Geishas sind keine Prostituierte, sondern Kurtisanen, deren Aufgabe die Unterhaltung von Männern ist. Sie sind hochkultiviert, können Geschichten und Witze erzählen, und sind auch Künstlerinen: Musikerinnen, Tänzerinnen, Sängerinnen etc. Na da in Gion sind wir spazierengegangen und wir haben keine Geishas gesehen, sondern viele Prostituierten und Geschätsmännern.
Die Konferenz war sehr gut, sehr interessant und sehr gut organisiert - bzgl. Zeitplanung sind die Japaner anscheinend noch strenger als die Deutschen ;-) Japan hat eine viel längere Tradition als andere Länder für Ressourceneffizienz. Ok, so wäre es wahrscheinlich auch, wenn in Deutschland so viele Menschen auf so wenig Land leben würden! An der Tagung haben sehr unterschiedliche Menschen teilgenommen - vom Fachgebiet (Ökonomen, Ingenieure, Toxikologe, Soziologe etc.), vom Alter und Status (nicht wissenschaftler, Doktoranden, Profs...), und vom Herkunftinstitution (Unis, öffentlicher Dienst, UNEP - die Umwelt-UNO -, NGOs, leider keiner aus der Industrie).
Noch einmal diese kurze Reise hat mir gezeigt, dass wir Menschen in der Welt alle die gleiche Bedürfnisse haben: Schlafen, essen, (sich) waschen, sich unterhalten, auf die Toilette gehen, kommunizieren... aber je nachdem, wo man ist, nutzt man andere Mittel, um diese Ziele zu erreichen. Daraus ergeben sich Überaschungen, die das sind, was man sucht, wenn man reist!! In Japan habe ich mich weniger "verloren" gefühlt als in China, da trotz Analphabetismus das Leben in "entwickelten" - was heißt Entwicklung? - Ländern vieles gemeinsames hat.
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